Meldung Startschuss im Projekt Cybersicherheit
Veröffentlicht am 11.02.2026
Projektstart für mehr digitale Sicherheit in der Pflege - das Kompetenzzentrum Digitalisierung und Pflege erarbeitet in einem gemeinsamen Projekt mit Prof. Dr. Christian Dörr vom Hasso-Plattner-Institut Handlungsempfehlungen für Cybersicherheit, mit deren Hilfe sich Pflegeeinrichtungen besser vor Angriffen schützen können.
Die Digitalisierung bietet ein enormes Potenzial, Arbeitsabläufe in der Pflegepraxis zu optimieren und die Qualität der Versorgung zu steigern. Was dabei nicht übersehen werden darf: Die Nutzung digitaler Anwendungen birgt gleichzeitig auch Risiken: Cyberangriffe, Datenlecks und unzureichende Sicherheitsstandards gefährden nicht nur die Vertraulichkeit sensibler Daten, sondern auch die Funktionsfähigkeit kritischer Infrastrukturen in Pflegeeinrichtungen und – diensten.
Letztere stehen also vor der Herausforderung, ihre IT-Systeme sowie ihre gesamte digitale Kommunikation zu schützen. Doch welche Maßnahmen müssen konkret ergriffen werden, um Ausfälle einzelner Komponenten oder ganzer Systeme, Manipulation und unbefugte Zugriffe zu vermeiden?
Die Entwicklung und Veröffentlichung konkreter Handlungsempfehlungen zur Digitalisierung in der ambulanten und stationären Langzeitpflege, Tagespflege und Kurzzeitpflege ist eine der Aufgaben des Kompetenzzentrums Digitalisierung und Pflege. Dazu zählt auch die Unterstützung durch Informationen und Empfehlungen zum Thema Cybersicherheit, die speziell auf den Informationsbedarf von Pflegeeinrichtungen und -dienste unterschiedlicher Größe und Ausstattung ausgelegt sind: sie sollen verständlich, praxisnah und realisierbar sein und bereits existierende Handlungsempfehlungen berücksichtigen.
Projektbeteiligte, Ziele und Informationen
Nach einem entsprechenden Vergabeverfahren stand fest: Das Projekt wird in Kooperation mit Herrn Prof. Dr. Christian Dörr vom Hasso-Plattner-Institut umgesetzt und ist für eine Dauer von sechs Monaten angesetzt. Nach dem Projektstart im November sind erste Ergebnisse im April 2026 geplant.
Mit den daraus entstehenden Handlungsempfehlungen sollen Einrichtungen und Dienste befähigt werden, ein ganzheitliches Cybersicherheitskonzept zu etablieren. Denn neben den technischen Sicherheitsaspekten wie etwa Zugriffskontrollen für Daten und sichere Verschlüsselungen ist auch die Umsetzung organisatorischer und personeller Sicherheitsstandards – etwa durch Schulungen und Notfallpläne – zentral für den Erfolg solcher Konzepte. Durch die Unterscheidung zwischen schnell umsetzbaren Maßnahmen und langfristigen Investitionen können Prioritäten klar gesetzt und das Thema Cybersicherheit konkret angegangen werden.
Zusätzlich unterstützt dieses Angebot die Verantwortlichen in den Einrichtungen darin, die Einhaltung von Compliance-Vorgaben sicherzustellen, etwa in Bezug auf die europäische Richtlinie NIS-2 (“Network und Information Security 2”): Außerdem soll die Empfehlung einen Beitrag dazu leisten, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten auf lange Sicht zu gewährleisten und somit auch das Vertrauen von Pflegebedürftigen sowie Mitarbeitenden in die digitale Pflegepraxis zu stärken.
Sobald die ersten Ergebnisse und Empfehlungen feststehen, finden Sie diese als Veröffentlichung auf der Website des Kompetenzzentrums Digitalisierung und Pflege. Auch unser Newsletter hält Sie hierzu künftig auf dem Laufenden.
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